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                                         BOSNIEN-HERZEGOWINA                            

 

 

Angriff auf Bosnien- Herzegowina


Zeitraum:

1992 - 1995                                            

Ursachen:

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Jugoslawien unter Marschall Tito in eine sozialistische Bundesrepublik umgewandelt. Die sechs Teilrepubliken Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Makedonien führten ein starkes Eigenleben. Seit der Staatsgründung forderten die jeweiligen Länder mehr Mitspracherechte für sich.

  • 1974 wurden Partei und Staat mittels einer Verfassungsänderung weitgehend föderalisiert.

Da die einzelnen Länder aufgrund unterschiedlicher historischer und nationaler Identität (teilweise) Entgegengesetzte Ziele und Vorstellungen bezüglich des Politik- und Wirtschaftswesens besaßen, kam es oft zu Streitigkeiten. Gelegentlich sprach man auch von einer Überföderalisierung, da es den einzelnen Republiken ermöglicht wurde, durch ihr Veto-Recht die Beschlüsse der Bundesregierung zu blockieren.

  • Die Folge davon war, dass die Bundesregierung schließlich handlungsunfähig wurde.

Dies gab den nationalistischen Bewegungen neuen Auftrieb.

  • 1983 wurde der spätere Präsident Alija Izetbegovic zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Man verdächtigte ihn, einen islamischen Staat auf jugoslawischem Boden errichten zu wollen.

Die extremen nationalistischen Führer der bosnischen Serben und auch der bosnischen Kroaten benutzten den schon immer vorhandenen Nationalismus als Argument für eine unbedingte Trennung nach Nationalität der in Bosnien-Herzegowina lebenden Bevölkerung. Die Abspaltung der Menschen in die drei großen Gruppen, den Serben, Kroaten und Moslems, in Bosnien wurde stark vorangetrieben. Wechselseitiges Misstrauen und latenter Nationalismus gehörten zum jugoslawischen Alltag.

Hinzu kamen noch die starken regionalen Entwicklungsunterschiede. Die daraus entstandenen Verteilungskämpfe zwischen reicheren und ärmeren Republiken, trotz (vergeblicher) Versuche seitens der Regierung durch Entwicklungshilfe und Aufbaubudgets sorgten für zusätzliche Spannungen.

Wachsende ökonomische Probleme durch Misswirtschaft und Überbürokratisierung führten Jugoslawien in den achtziger Jahren in eine Wirtschaftskrise, die eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Die wachsenden sozialen Ängste machten die Bevölkerung anfällig für nationalistische Parolen.

Durch den Zusammenbruch der Wirtschaft und die steigende Inflation wurde eine Reform des Systems unbedingt notwendig.

  • 1989/90 spaltete sich die jugoslawische Einheitspartei, der "Bund der Kommunisten".

Die slowenischen Kommunisten hatten monatelang auf die Einführung einer parlamentarischen Demokratie gedrängt, während die serbische Parteiführung am Einparteiensystem festhalten wollte.

  • Als 1990 bei den ersten demokratischen Wahlen in fast allen Republiken nationalorientierte Parteien in die Regierung gelangten, war es nicht mehr weit bis zur Spaltung Jugoslawiens.

Die einzelnen Republiken arbeiten gezielt auf die Unabhängigkeit hin. Slowenien und Kroatien erklären sich am 25. Juni 1991 für unabhängig. Bosnien-Herzegowina und Makedonien folgten wenige Monate später, Serbien und Montenegro gründeten eine neue jugoslawische Föderation, die Bundesrepublik Jugoslawien.

  • Im April 1992, unmittelbar nach der internationalen Anerkennung Bosnien-Herzegowinas, entbrannte ein brutaler Krieg.

   

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